Aktuelle Seite: » Startseite » Unsere Schule » Schulprogramm
VORWORT FÜR DIE NEUAUFLAGE DES SCHULPROGRAMMS
Wem nützen Schulprogramme? Diese Frage dürften sich viele Lehrer und Eltern gestellt haben, als das Bildungsministerium erstmals alle Schulen aufforderte, Schulprogramme zu erarbeiten. Inzwischen ist die Arbeit mit Schulprogrammen etabliert und weithin in den Schulen akzeptiert. Die Schulprogrammarbeit geht jetzt in die zweite Runde, die der Evaluation. So auch an der Hermann-Tast-Schule: Unser erstes Schulprogramm war nach zwei Jahren kritisch zu sichten und mit neuen Zielvereinbarungen zu versehen, eben zu evaluieren. Eine durch die Schulkonferenz neu berufene Steuergruppe hat sich dieser Arbeit unterzogen.

Ein Schulprogramm soll kein Werbeartikel für die Schule sein, sondern Instrument der Organisationsentwicklung, gewissermaßen eine „Road map“, die Arbeitsvorhaben für die nächsten zwei bis drei Jahre benennt und darüber hinaus das pädagogische Selbstverständnis der Schule bezeichnet. Vor allem auf Letzteres hatten wir großen Wert gelegt, als wir vor Jahren auf mehreren SCHILF-Tagen das Konzept für unser Schulprogramm entwarfen. Aus der Definition unseres Leitbildes und unserer unterrichtlichen und pädagogischen Zielvorstellungen wollten wir für die unterschiedlichen Arbeitsfelder konkrete Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Schule ableiten. Deshalb gaben wir unserem Schulprogramm einen vierstufigen Aufbau, wobei auf der untersten Stufe das bereits vorhandene Angebot den neuen Arbeitsvorhaben gegenüber gestellt und im Druck durch unterschiedliche Farbgebung kenntlich gemacht wurde.

Die Steuergruppe befand, dass sich dieses Konzept bewährt hat und in seinem „theoretischen Überbau“ nicht revidiert werden sollte. Das pädagogische Credo dieser Schule bleibt unverändert gültig. Auf der Ebene der konkreten Vorhaben musste entschieden werden, was inzwischen umgesetzt worden ist und nun unter das vorhandene Angebot rubriziert werden konnte und auch, was sich inzwischen als überholt oder untauglich erwiesen hat. Die schulischen Gremien wurden dann aufgefordert, neue Arbeitsvorhaben anzumelden. Dies ist geschehen. Die Schulkonferenz hat auf ihrer Sitzung am 6.5.2004 das neu geschnürte Paket abgesegnet. Die schulische Arbeit hat damit aktuelle Wegmarkierungen erhalten. In zwei, drei Jahren wird sich die Hermann-Tast-Schule ein gutes Stück weiterentwickelt haben. Große Aufgaben liegen vor allem bei der inhaltlichen und organisatorischen Ausgestaltung der Hermann-Tast-Schule als Offene Ganztags- und als Ausbildungsschule für junge Lehrkräfte vor uns. Ein hoch motiviertes, sich ständig verjüngendes Kollegium wird sie mit großer Tatkraft in Angriff nehmen.

DAS LEITBILD
Pädagogisches Selbstverständnis:
  1. Die HTS fühlt sich der Idee der Persönlichkeitsbildung durch eine vertiefte Allgemeinbildung verpflichtet. Sie sieht darin den Kern gymnasialer Bildung und versteht sich in diesem Sinne als ein traditionelles Gymnasium.
  2. Deshalb steht ein anspruchsvoller Fachunterricht, dessen Qualität kontinuierlich zu überprüfen und zu sichern ist, im Zentrum unseres pädagogischen Selbstverständnisses.
  3. Der Verpflichtung, die Qualität des gymnasialen Unterrichts zu bewahren und sich zugleich um didaktische und methodische Innovationen zu bemühen, kann die HTS besonders auch als Ausbildungsschule für Lehrkräfte in Ausbildung gerecht werden.
  4. Das Bewusstsein, auf eine lange Tradition zurückzublicken (Gelehrtenschule seit 1527), und die Pflege dieser Tradition (einschließlich der alten Sprachen) sind für die HTS nichts Beiläufiges, sondern Verpflichtung.
  5. Andererseits verlangt die Arbeit mit neuen durch tiefgreifend veränderte Lebens- und Lernbedingungen geprägte Schülergenerationen Offenheit gegenüber zeitgemäßen pädagogischen Innovationen, die wir erproben.
  6. Die HTS bekennt sich zu den Zielen der „Offenen Ganztagsschule", die den Schülerinnen und Schülern dauerhaft ein breites außerunterrichtliches Angebot in den Bereichen Betreuung und Förderung, der musisch-künstlerischen Bildung, Spiel und Sport sowie in Projekten der außerschulischen Jugendarbeit bietet.
  7. Möglichkeiten zu einer erweiterten Öffnung der Schule in Richtung Umwelt bzw. Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler* werden im außerunterrichtlichen Bereich gesehen, z.B. durch das Wirtschaftspraktikum, durch Exkursionen, durch ökologische Projekte, aber auch durch musisch-kulturelle Aktivitäten.
* Die männliche Form schließt im Folgenden auch die weibliche ein.

ANFORDERUNGEN AN DAS GYMNASIUM HEUTE
Im Anschluss an unser pädagogisches Leitbild, an die pädagogischen Zielvorgaben des Schulgesetzes (§4) und die Bestimmungen der Lehrpläne ergeben sich für unsere Schule folgende Arbeitsfelder, die Spielräume eigenverantwortlicher Gestaltung eröffnen:
  1. Unterricht und Unterrichtsgestaltung
  2. Außerunterrichtliches Angebot
  3. Kommunikatives Netzwerk
  4. Werteerziehung
  5. Schulische Rahmenbedingungen
  6. Außendarstellung
  7. SV - Arbeit


DIE EINZELNEN ARBEITSFELDER
Unterricht und Unterrichtsgestaltung

Der Unterricht des Gymnasiums ist bildungsorientiert. Von der Systematik wissenschaftlicher Fächer aus leitet er die Schüler zur exemplarischen Erschließung grundlegender Strukturen der Wirklichkeit an, die sie befähigen, sich in das berufliche, politische und gesellschaftliche Leben zu integrieren, aber auch den eigenen Standpunkt in kritischer Auseinandersetzung mit sich selbst und mit anderen zu finden und zu vertreten.

Qualitätskriterien dieses Unterrichts müssen sein:
  • ein hohes fachliches Niveau,
  • kontinuierliche, altersgerechte Steigerung der Ansprüche im Bereich der Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten über die neun Schuljahre hinweg,
  • Vermittlung der spezifischen methodischen Vorgehensweisen der Fächer,
  • methodische Variabilität im Unterricht selbst, die sich in unterschiedlichen Lehr- und Lernformen ausprägt,
  • unterrichtsbezogener Einsatz von neuen Medien,
  • Überschreiten des Fachhorizontes und Verbindung zu den Nachbarfächern,
  • zunehmende Stärkung der Eigenverantwortung der Schüler für ihr Lernen,
  • Schulung der Wahrnehmungs- sowie der sprachlichen und gestalterischen Ausdrucksfähigkeit,
  • Förderung der ästhetischen Sensibilität.
Gelungener Unterricht des Gymnasiums trägt entscheidend zur Persönlichkeitsentwicklung der Schüler bei und stellt ihre Studierfähigkeit sicher.

Um die Kontinuität eines so beschriebenen Unterrichtsangebotes zu gewährleisten, muss die Schule für eine zeitgemäße und verantwortungsvolle Einführung junger Kolleginnen und Kollegen in die Schul- und Unterrichtspraxis Sorge tragen. Von der Ausbildungsarbeit strahlen vielfältige innovative Impulse auf den gesamten Unterricht der Schule aus.

Vorhandenes Angebot:

Über die in der Stundentafel verbindlich niedergelegten Unterrichtsangebote hinaus:
  • altsprachlicher Zweig mit Schulversuch (Latein ab 5. Klasse, Englisch ab 6. Klasse),
  • Französisch, Latein oder Griechisch ab 9. Klasse,
  • Graecum in der Oberstufe,
  • Russisch oder Französisch als 3. oder 4. Fremdsprache ab 11. Jahrgang,
  • Hauswirtschaft in der 10. Klasse,
  • Werken in der 8. Klasse.

Die Fachschaften sind für die Unterrichtsinhalte verantwortlich und sorgen für vergleichbare Maßstäbe zwischen parallelen Gruppen. Maßgebend sind die Lehrpläne.

Die HTS verfügt über eine große Zahl von Kolleginnen und Kollegen, die auf eine langjährige erfolgreiche Ausbildungstätigkeit als Mentorinnen und Mentoren für das Studienseminar Flensburg zurückblicken können.

In den nächsten zwei Jahren werden folgende Maßnahmen durchgeführt:

Die Methodenkompetenz von Schülerinnen und Schülern soll weiter verbessert werden
  • Dies soll durch die Festlegung eines durchgängigen Methodencurriculums geschehen. Besonders im Hinblick auf eine flächendeckende, kontinuierlich weiterzuentwickelnde Medienkompetenz der Schüler, die systematisch zu vermitteln ist, besteht noch erheblicher Handlungsbedarf. Ein entsprechendes Mediencurriculum ist zu entwickeln.
  • Träger: Fachvorsitzende (Die Fachvorsitzenden wurden um Vorschläge gebeten; der Gesamtkatalog wird nach redaktioneller Überarbeitung der Lehrerkonferenz zur Verabschiedung vorgelegt und ist Grundlage nicht nur für den Methodikunterricht des 11. Jahrgangs , sondern auch für Unter- und Mittelstufe.)
  • Kontrolle: Fachvorsitzender

Die Kompetenz der Lehrkräfte bzgl. Internet u.a. neuen Medien soll ständig verbessert werden.
  • Träger: Fachschaft Informatik (Von jeder Lehrkraft wird erwartet, Internet- kompetent zu sein, z.B. um Schülerleistungen gerecht beurteilen zu können. Dazu werden schulinterne Fortbildungen angeboten.
  • Kontrolle: Entfällt

Einführung von bilingualen Blöcken in geeigneten Fächern
  • Da ein volles bilinguales Angebot mit Rücksicht auf den altsprachlichen Zweig nicht möglich ist, können in geeigneten Fächern von Lehrkräften mit fremdsprachlicher Fakultas nach Absprache mit Schülern, Eltern und Schulleitung bilinguale Unterrichtseinheiten durchgeführt werden, um die fremdsprachliche Praxis zu intensivieren.
  • Träger: Fachschaften neue Sprachen
  • Kontrolle: Fachschaften, Schulleitung

Entwicklung von Qualitätsstandards für Fachtage
  • Die Fachschaften entwickeln verbindliche Qualitätsstandards für Fachtage und benennen geeignete Themen für die Jahrgangsstufen im Anschluss an die Lehrplanvorgabe, dies auch im Sinne von Einstiegshilfen für Kollegen.
  • Träger: Fachschaften
  • Kontrolle: Fachvorsitzende

HTS als Ausbildungsschule
  • Die Schule meldet nach Maßgabe ihrer Möglichkeiten Ausbildungsplätze in möglichst allen Fächern an das Ministerium. Sie erarbeitet ein Ausbildungskonzept, das den Anforderungen des IQSH (Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein) entspricht, und sorgt für dessen Umsetzung.
  • Träger: Schulleitung und Fachschaften
  • Kontrolle: Schulleitung


AUSSERUNTERRICHTLICHES ANGEBOT
Neben den Fachunterricht tritt ein möglichst breit gefächertes außerunterrichtliches Angebot, das besonders geeignet ist, auch die nichtkognitiven Fähigkeiten der Schüler zu fördern. Hierzu gehören sprachliche, sportliche, musisch-künstlerische, mathematisch-naturwissenschaftliche oder gesellschaftliche Betätigungsfelder, die in den jeweiligen Fachunterricht integriert sein können, aber auch in Form von Arbeitsgemeinschaften angeboten werden.
  • Das Konzept der „Offenen Ganztagsschule", das die HTS realisieren will, verlangt eine Ausweitung der fakultativen Angebote für die Klassenstufen 5 bis 10.
  • Theater-, Kunst- und Musical - Arbeitsgemeinschaften, Chöre und Orchester fördern die Begabungen unserer Schüler auf musischem Gebiet.
  • Übungsgruppen in Einzel- und Mannschaftssportarten ergänzen das Angebot des Sport - Fachunterrichts und erlauben den Ausbau individueller Interessen.
  • Zwischen den beiden genannten außerunterrichtlichen Angeboten steht die Zirkus-AG, deren Programm auf gleichermaßen musischem wie sportlichem Talent ihrer Mitglieder basiert.
  • Sprach - Arbeitsgemeinschaften erweitern das unterrichtliche Angebot je nach persönlichemInteresse der Schüler.
  • Internationale Schülerbegegnungen sollen ebenso wie Wanderfahrten und Exkursionen den Horizont der Schüler weiten und gleichzeitig soziale Kompetenzen schulen helfen.
  • Ökologische Arbeitsgemeinschaften schärfen das Umweltbewusstsein ihrer Mitglieder und beweisen der Schulgemeinschaft immer wieder, wie ökologisches Denken zum Nutzen aller in die Praxis umgesetzt werden kann.
  • Angebote zur beruflichen Orientierung bereiten den Übergang in das Berufsleben vor. Neben obligatorischen Projekten in der oberen Mittelstufe bietet die HTS ihren Schülern in der Oberstufe Möglichkeiten an, die die individuelle Berufswahl unterstützen.
  • Das außerunterrichtliche Angebot bietet durch die zahlreichen Wettbewerbe und schulinternen Stiftungen auch wertvolle Impulse für die Begabtenförderung.

Vorhandenes Angebot:
  • NAWIS/ HTS-Labor(naturwissenschaftliche Arbeitsgemeinschaften)
  • Mathematik-AG
  • breites Angebot an Sport - Arbeitsgemeinschaften,
  • Schach-AG,
  • Zirkus-AG,
  • Internet - Café,
  • mehrere, den Jahrgangsstufen zugeordnete Chöre,
  • „Weihnachtschor", in dem Schüler, Eltern und Lehrer gemeinsam singen,
  • Combo, Orchestergruppen,
  • mehrere Theater - AGs,
  • Partnerschaft mit Schulen in Frankreich und Italien, Patenschaft mit Buhrkal/Nordschleswig,
  • Öko - AG,
  • Stiftungen, die individuelle Begabungen aus künstlerischen, geistes- und naturwissenschaftlichen sowie sportlichen Bereichen fördern,
  • Sprachen - AGs,
  • Veranstaltungen zur Berufsorientierung,
  • Motopädagogik,
  • regelmäßige Teilnahme an „Jugend trainiert für Olympia" und anderen überregionalen Wettbewerben.

In den nächsten zwei Jahren werden folgende Maßnahmen durchgeführt:

HTS wird „Offene Ganztagsschule"
  • Durch bauliche Maßnahmen werden die für die „Offene Ganztagsschule" notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen:
    • eine Cafeteria, die die Versorgung der Schülerinnen und Schüler mit einem warmen Mittagessen gewährleisten kann;
    • geeignete Arbeitsräume für Förder- und Betreuungsangebote.
  • Träger: Schulleitung und Fachschaften
  • Kontrolle: Schulleitung

Einrichtung einer Spanisch-AG nach Maßgabe vorhandener Unterrichtskapazitäten
  • Langfristig wird angestrebt, Spanisch in den Kanon der fakultativen Fremdsprachen aufzunehmen.
  • Träger: Fachschaft Romanistik
  • Kontrolle: Schulleitung

Einrichtung eines Gesprächskreises zur Suchtprävention
  • Träger: SV, SEB, Schulleitung
Erstellung von Merkblättern, die den Charakter der Arbeitsgemeinschaften wiedergeben
  • Träger: AG-Anbieter (dazu treffen sich die AG-Leiter, um Inhalt und Rahmen des AG- Katalogs abzusprechen)
  • Kontrolle: Koordinator/in „Offene Ganztagsschule"


KOMMUNIKATION
Die Hermann-Tast-Schule versteht sich als eine Interessengemeinschaft von Lernenden, deren Erziehungsberechtigten und den Lehrenden.

Durch regelmäßige und offene Kommunikation innerhalb der einzelnen Interessengruppen können Ideen und Problemlösungen das Schulleben positiv verändern und bereichern. So können ältere Schüler für jüngere Ansprechpartner sein, um deren Ängste vor eventueller Gewalt oder Problemen mit Lehrern zu mindern. Eltern und Lehrer sollten einander in erzieherischen Fragen beraten und sich über gemeinsame Wertevorstellungen austauschen. Lehrer sollten in Gesprächen miteinander den Erfahrungsaustausch und die Teamarbeit suchen, um den wachsenden Anforderungen, die von außen an die Schule gestellt werden, besser begegnen zu können.

Kontinuierliche Kommunikation zwischen allen Beteiligten ist die Voraussetzung dafür, dass Probleme offen angesprochen und diskutiert werden können. Nur so kann es zu Lösungen kommen, die alle Beteiligten mittragen. Auf diesem Wege können Schwierigkeiten in den einzelnen Klassenstufen und Entwicklungsphasen der Schüler erkannt und bewältigt werden. Dies betrifft ebenso die beratenden Gespräche zum Thema Orientierung wie die gerade in der Mittelstufe häufig auftretenden Konflikte zwischen Jugendlichen und Erwachsenen und deren unterschiedlichen Zielen und Interessen. Die Argumente der Jugendlichen müssen dabei angemessene Beachtung finden.

Vorhandenes Angebot:
  • HTS-Mitteilungen" als zweimal jährlich erscheinendes Nachrichten- und Diskussionsforum der Schulgemeinschaft,
  • offene Kommunikation zwischen den Vertretern aller drei Gruppen in den schulischen Gremien und Ausschüssen,
  • Förderverein als Veranstalter von Vorträgen und Diskussionen zu pädagogischen Themen,
  • „Tag der offenen Tür" mit der Zielgruppe Schülerinnen und Schüler als Ergänzung zum Informationsabend für die Eltern der zukünftigen Sextanerinnen und Sextaner,
  • Absprachen über variable Formen von Elternabenden zwischen Eltern und Lehrern
  • Intensive Kontakte zwischen Klassenlehrern und Klassenelternbeirat
Schüler, Eltern und Lehrer sind mit dem derzeit vorhandenen Angebot zufrieden, sodass zur Zeit kein weiterer Handlungsbedarf besteht.

WERTEERZIEHUNG
Schule als Ort gesellschaftlichen Umgangs ist in besonderer Weise verpflichtet, auf gesittete Formen des Miteinanders zu dringen. Ohne sie ist ein erfolgreicher Unterricht nicht möglich.

Es liegt in der Verantwortung aller drei an Schule beteiligten Interessengruppen, eine Lernumgebung zu schaffen und zu erhalten, die von Toleranz und Empathie geprägt ist. Denn auch über das schulische Zusammenleben hinaus haben diese universellen Maßstäbe gesitteten Verhaltens höchste gesellschaftliche Bedeutung. Hier liegt der eigentliche Erziehungsauftrag der Schule.

Ein freundlicher Umgangston, gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz ziehen ein angstfreies und durch Vertrauen geprägtes Lernumfeld nach sich.

Vorhandenes Angebot:
  • Das Thema "Sucht" wird in der 6. Klasse (Klassenlehrer) und in der 9. Klasse (Biologie u.a. Fächer) verbindlich behandelt.
  • Zahlreiche Feste und Feiern dienen auch der Stärkung und Vertiefung der Schulgemeinschaft.
  • In der 7. und 8. Klasse finden unter Federführung der Klassenlehrer Projekte zur Drogen- und Gewaltprävention statt (PIT-Projekt = Prävention im Team).
  • Schüler der 7. und 8. Klassen bieten auf der Basis ihrer Mediatoren-Ausbildung und supervisorisch betreut feste Sprechstunden zur Schüler-Schüler-Streitschlichtung an.
In den nächsten zwei Jahren sollen folgende Maßnahmen durchgeführt werden:

Am Ende der 8. Klasse tauschen die Klassenlehrer/innen, interessierte Eltern und Fachlehrkräfte auf einer pädagogischen Konferenz ihre Erfahrungen mit dem PIT-Projekt aus.
  • Begründung: Die Inhalte des Projektes müssen ständig optimiert und den Bedürfnissen der Betroffenen angepasst werden.
  • Träger: Klassenlehrer der 8. Klassen auf Initiative des Mittelstufenleiters
In den Sexten und Quinten soll Lions-Quest (Programm zur Persönlichkeitsstärkung) institutionalisiert werden.
  • Träger: Klassenlehrer der Sexten und Quinten, soweit qualifiziert
  • Kontrolle: Orientierungsstufenleiterin


SCHULISCHE RAHMENBEDINGUNGEN
Damit die im Unterricht gesteckten fachlichen und sozialen Ziele erreicht werden können, ist eine ständige Optimierung der Lernumgebung unabdingbar. Deshalb gehören die Erweiterung und laufende Modernisierung der Ausstattung sowie die Erhaltung und Pflege des Gebäudes und der Einrichtungen der Schule zu den wichtigsten Aufgaben aller Beteiligten. Für diese „schulischen Rahmenbedingungen" sind also neben dem Schulträger besonders die Schüler und Lehrer sowie die Eltern verantwortlich.
  • Dabei gehört es zum erzieherischen Auftrag der Lehrer und der Eltern, auf sorgsamen Umgang mit der Ausstattung zu dringen. Eine immer wieder anzumahnende Form sozialer Rücksichtnahme ist die Vermeidung unnötiger Verschmutzung des Gebäudes.
  • Schüler müssen ihrer Schulumwelt gegenüber auch dann Verantwortungsgefühl zeigen, wenn sie dazu nicht unmittelbar durch Lehrkräfte aufgefordert werden. Die Unterstützung dieses Erziehungsziels durch die Eltern ist unabdingbar.
Gegenwärtiger Zustand:
  • Das Schulgebäude der HTS und große Teile der Ausstattung sind 30 Jahre alt und daher in konzeptioneller und baulicher Hinsicht zwingend sanierungs- und erweiterungsbedürftig.
In den nächsten zwei Jahren werden folgende Maßnahmen durchgeführt:

Die naturwissenschaftlichen Fachräume müssen gründlich saniert und um einen Fachraum erweitert werden.
  • Träger: Betroffene Fachschaften und Schulleitung in Zusammenarbeit mit dem Schulträger
  • Kontrolle: Schulleitung
Im Rahmen der „Offenen Ganztagsschule" muss eine angemessene Schulmensa im bisherigen PZ (Pädagogisches Zentrum) geschaffen werden. Als Ersatz für das PZ wird im Zusammenhang mit der Erweiterung der Schule ein Veranstaltungsraum gebaut.
  • Träger: Schulleitung in Zusammenarbeit mit der Schulkonferenz
  • Kontrolle: entfällt


AUSSENDARSTELLUNG DER SCHULE
Schulprogramme schärfen den Blick der Öffentlichkeit für die Unterschiede in der pädagogischen Konzeption und im Angebot von Schulen. Der Schule kann es nicht gleichgültig sein, wie sie von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird und welche Möglichkeiten der Identifikation sie den zu ihr Gehörigen bietet. Jede Schule hat ihr Image, das sich über die Jahre entwickelt hat und von Schülergeneration zu Schülergeneration und von Elterngeneration zu Elterngeneration in modifizierter Form weitergegeben wird. Aufgabe der Schule muss es sein, auf die schrittweise Veränderung ihres Bildes in der Öffentlichkeit steuernd Einfluss zu nehmen. Dazu bedarf es eines von allen Organen der Schule getragenen Konzeptes, um so die Stärkung des "Wir-Gefühls" bei Schülern, Lehrern und Eltern zu erreichen, was sich selbstverstärkend auswirken kann.

Zu den Zielen eines solchen Konzeptes gehört es:
  • die Außenwirkung der Schule effektiver und möglichst widerspruchsfrei zu gestalten
  • die Identitätsfindung und das Bewusstsein (Beziehung, Motivation) bei Schülern sowie Eltern und Mitarbeitern zu unterstützen
Gegenwärtige Situation:
  • Berichte über schulische Aktivitäten erscheinen regelmäßig in der Presse, alle offiziellen Schreiben und Zeugnisse enthalten das farbige HTS-Logo, ebenso wie die Plakatvordrucke,
  • "HTS - Mitteilungen",
  • öffentliche Vortragsveranstaltungen des Fördervereins zu aktuellen pädagogischen Themen,
  • HTS - Homepage im Internet,
  • erfolgreiche Teilnahme an überregionalen Wettbewerben und Sportveranstaltungen,
  • Ein Koordinator für Öffentlichkeitsarbeit achtet auf Veranstaltungen, die der (Schul-) Öffentlichkeit angekündigt werden müssen oder über die berichtet werden sollte. Auf Anfrage stellt er auch Kontakte zu Medien her.
In den nächsten zwei Jahren werden folgende Maßnahmen durchgeführt:

Jahressportbericht in den „Mitteilungen"
  • Träger: Fachschaft Sport
  • Kontrolle: Fachvorstand
Ausbau und Wartung der Internet-Homepage der HTS
  • Träger: Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit in Zusammenarbeit mit interessierten Schülerinnen und Schülern
  • Kontrolle: Schulgemeinschaft


SV-ARBEIT
Die Schülervertretung sieht ihre Aufgabe darin, entscheidend zur Gestaltung des Miteinanders an der Schule beizutragen. Sie versteht sich einerseits als Bindeglied zwischen Schulleitung und Schülerschaft zur Vermittlung von Informationen, andererseits als Vertretung der Schüler und ihrer Interessen der Schulleitung gegenüber und in den Gremien der HTS. Sie zeigt sich offen gegenüber Problemen zwischen Schülern untereinander und zwischen ihnen und ihren Eltern oder Lehrkräften. Dadurch wird eine wichtige Voraussetzung geschaffen zur Verbesserung der Schulatmosphäre, die sich positiv auf den Lernprozess der Schüler auswirkt.

Außerdem trägt die SV zur Erweiterung der Angebotsvielfalt bei, z.B. durch die Veröffentlichung von Kontaktadressen für fremdsprachliche, soziale und kulturelle Angebote aller Art. Sie stärkt die außerschulische Repräsentation der Schule durch die Entsendung von Delegierten in das Kreis- und Landesschülerparlament und durch die Organisation schulübergreifender Veranstaltungen.

Gegenwärtige Situation:
Die Darstellung der SV-Arbeit ist schulintern verbessert worden:
  • Fotos der SV-Mitglieder, um sie als Ansprechpartner bekannter zu machen,
  • „Kummerkasten",
  • ein satzungsmäßig vorgeschriebener Pressesprecher
  • starkes Engagement bei schulübergreifenden Aktionen (Gym-Olympics) und Gremien (z.B. Kreis-, Landesschülerparlament),
  • Optimale Nachwuchsförderung durch SV-Workshops für künftige Mitglieder
  • Integration der jeweils neuen Sextaner über Mini-SV und Unterstufenbeauftragte
In den nächsten zwei Jahren sollen folgende Maßnahmen durchgeführt werden:
  • Deutlicher Wegweiser zum SV-Raum
  • Stärkung der Präsenz der Vertrauensschüler in der Orientierungsstufe
  • Ökonomischer strukturierte SV-Arbeit durch Verringerung der Teilnehmerzahl am Schülerparlament
  • Transparente Arbeit der schulübergeordneten Gremien (z.B. KSP, LSP)
    • Träger: Mitglieder der SV
    • Kontrolle: Vertrauenslehrer

Beschlossen auf der Schulkonferenz vom 6. Mai 2004
(Rüsch, StD, Vorsitzender der Schulkonferenz) (Vollersen, OStD, Schulleiter)


Inhalt