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DIE ORIENTIERUNGSSTUFE
Gemäß der seit August 2003 gültigen Orientierungsstufenverordnung bilden die fünfte und sechste Klasse eine pädagogische Einheit, in der die Fähigkeiten eines Kindes genau untersucht werden sollen, um festzustellen, welche Schulart die zutreffende ist. In pädagogischen Konferenzen und Elterngesprächen soll beraten werden, ob ein Kind den Anforderungen des Gymnasiums gerecht werden kann. Als besonderes Instrument der Förderung ist in diesem Zusammenhang der Lernplan zu nennen. Die Klassenkonferenz berät und beschließt, welche Kinder aufgrund besonderer Begabung oder Lernschwächen eines solchen Lernplanes bedürfen. In der Regel verfasst der Klassenlehrer in Absprache mit seinem Fachlehrer-Team die Maßnahmen, die dann in einem Gespräch mit den Eltern (und dem Kind) vertraglich für einen bestimmten Zeitraum festgesetzt werden. Auf diesem Wege kann die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule gestärkt werden. Dadurch, dass auch die Kinder in das Lernplangespräch einbezogen werden können, wachsen diese in ein eigenverantwortliches Handeln und Lernen hinein.

Sollten die schulischen Leistungen eines Kindes trotz des Lernplanes am Ende der sechsten Klasse ein Aufsteigen in die siebte Klasse des Gymnasiums nicht zulassen (vgl. Versetzungsordnung für Gymnasien in S-H), so muss das Kind schrägversetzt werden; d.h. es wird in die siebte Klasse der Realschule versetzt. Denn die Wiederholung einer Klasse in der Orientierungsstufe ist nur in wohl begründeten Ausnahmen erlaubt und muss der Schulaufsichtsbehörde angezeigt werden.

STUNDENTAFEL SCHLESWIG-HOLSTEIN
Die nachfolgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick, welche Fächer in den ersten beiden Jahrgangsstufen mit welcher Stundenzahl unterrichtet werden. Die angegebenen Stunden pro Woche entsprechen der für Schleswig-Holstein gültigen Stundentafel, aber nicht unbedingt der aktuellen schulischen Realität. Leider mussten in den letzten Jahren manchmal auch in der Orientierungsstufe Kürzungen in unterschiedlichen Fächern in den vorgenommen werden.

Der Tabelle ist ebenfalls zu entnehmen, dass die HTS die Möglichkeit bietet, mit Latein als erster Fremdsprache zu beginnen, wobei die Englischkenntnisse der Kinder aus der Grundschule parallel dazu in einer zweistündigen AG weitergeführt und systematisiert werden. Diesen Modellversuch praktizieren wir schon seit einigen Jahren mit Erfolg.

Englischzweig Lateinzweig (Schulversuch)
Fach 5. Klasse
VI
6. Klasse
V
5. Klasse
VI
6. Klasse
V
Religion 2 2 2 2
Deutsch 5 4 5 4
Englisch / Latein 5 5 5 4
--- / Englisch --- --- 2 4
Mathematik 5 5 5 5
Biologie 2 2 2 2
Erdkunde 2 1 2 1
Geschichte --- 1 --- 1
Kunst 2 2 2 2
Musik 2 2 2 2
Sport 3 3 3 3
GESAMT 28 27 30 30


DIE MITTELSTUFE
Sie umfasst die Klassen 7, 8, 9 und 10 oder nach traditioneller Benennung Quarta (IV), Untertertia (UIII), Obertertia (OIII) und Untersekunda (UII). Mit der Versetzung in die 10. Klasse wird am Gymnasium ein Schulabschluss erreicht, der dem Hauptschulabschluss entspricht; mit der Versetzung in die Oberstufe wird ein dem Realschulabschluss entsprechender erreicht.
Die Fächer der Mittelstufe bilden einen Kanon, der für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend ist (vgl. Tabelle der nächsten Seite). Einzig im Fremdsprachenbereich gibt es die Möglichkeit aus dem Bildungsangebot der Schule zu wählen.
Die erste und zweite Fremdsprache sind verpflichtend und letztere ist, anders als an der Realschule, auch versetzungsrelevant; die Wahl einer dritten Sprache ist fakultativ; d.h. sie kann, muss aber nicht gewählt werden und hat keinen negativen Einfluss auf die Versetzung. Zur Wahl stehen jeweils Französisch und Latein. Auf hierzu organisierten Themenabenden informieren Fachlehrer Sie und Ihre Kinder jeweils am Ende der sechsten und achten Klasse über die Anforderungen und Besonderheiten (inhaltlich wie methodisch) der beiden Sprachen. Selbstverständlich können Sie auch speziell hierzu von uns erarbeitetes Informationsmaterial erhalten.
Die Schüler/-innen, deren erste Fremdsprache Latein ist, setzen die in der sechsten Klasse begonnene zweite Fremdsprache Englisch auch in der Mittelstufe fort. Für sie gibt es eine Wahlmöglichkeit erst im Bereich der dritten Fremdsprache: Französisch oder Griechisch. Hier gilt allerdings die Besonderheit, dass auch die dritte Fremdsprache verpflichtend ist und folglich auch Einfluss auf die Versetzung haben kann. Damit die Versetzungsbedingungen (sprich die Anzahl der Hauptfächer) für alle Schülerinnen und Schüler gleich sind, wird im Englischzweig ab Klasse 9 das Fach Physik zum Hauptfach.
Die untenstehende Tabelle zeigt Ihnen, wann welche Fächer in welchem Umfang unterrichtet werden:

STUNDENTAFEL SCHLESWIG-HOLSTEIN
Die in der Tabelle angegebenen Stunden pro Woche entsprechen der für Schleswig-Holstein gültigen Stundentafel, aber nicht unbedingt der aktuellen schulischen Realität. Leider mussten aus Gründen der Lehrerversorgung in den letzten Jahren immer wieder Kürzungen in den unterschiedlichen Fächern in den einzelnen Jahrgangsstufen vorgenommen werden.

Fach 7. Klasse
IV
8. Klasse
U III
9. Klasse
O III
10. Klasse
U II
Religion 2 2 -- --
Deutsch 4 4 5 4
1. Fremdspr. 4 3 3 3
2. Fremdspr. 4 4 4 4
(3. Fremspr.) --- --- (4) (4)
Mathematik 4 4 4 3
Biologie --- 2 2 2
Physik 2 2 2 2
Chemie --- --- 2 2
Erdkunde 2 2 2 2
Geschichte 2 2 2 2
Kunst 2 1* 2
Werken --- 2 --- ---
Musik 2 1* 2
Hauswirtschaft --- --- --- 2
Sport 3 3 3 3
GESAMT 31 30 30
(34)
33
(37)

* Anmerkung: Statt je 1 Stunde Kunst und Musik werden 2 Stunden Werken unterrichtet.
° Anmerkung: Statt 1 Stunde ganzjährig, erfolgt der Unterricht halbjährig doppelstündig.

DIE OBERSTUFE
Die Oberstufe gliedert sich in die Einführungsphase (11. Jg.) und die Qualifikationsphase (12. und 13. Jg.), die bei erfolgreichem Durchlaufen zur allgemeinen Hochschulreife (Abitur) führt.

Im 11. Jahrgang bleiben die Klassenverbände der Mittelstufe noch in einem Teil der Fächer erhalten; es gibt aber auch klassenübergreifende Kurse. Wahlmöglichkeiten bestehen für die Schülerinnen und Schüler im Bereich der Fremdsprachen, der Naturwissenschaften, im musisch-künstlerischen Bereich sowie bei den Fächern Religion und Philosophie. Als neue Fächer kommen im Pflichtbereich Wirtschaft / Politik und Methodik (nur im 11. Jg.) hinzu, im Wahlbereich Informatik, Russisch für Anfänger sowie Darstellendes Spiel. Im 13. Jahrgang muss jede Schülerin und jeder Schüler u.a. einen "Projektkurs" belegen.
Während der Einführungsphase (11. Jg.) sollen die Schülerinnen und Schüler ihre Neigungen und Fähigkeiten genauer ausloten, um so die richtige Entscheidung für die Leistungskurse der Qualifikationsphase (12./13. Jg.) zu treffen. Aufgrund der Kooperation mit der Nachbarschule TSS war es bislang immer möglich, ein breit gefächertes Leistungskursangebot zu realisieren und so den Neigungen der Schülerinnen und Schüler mit nur ganz wenigen Ausnahmen gerecht zu werden.
Auch hier werden die Schülerinnen und Schüler auf eigens zu diesem Zweck organisierten Themenabenden informiert. Selbstverständlich stehen die Vertreter der Oberstufe auch für Einzelberatungen zur Verfügung. Dies ist vor allem dann sinnvoll und nötig, wenn jemand die HTS erst ab dem elften Jahrgang besuchen möchte.

In der Qualifikationsphase unterscheidet man zwischen Grund- und Leistungskursen. Die LK werden 5-stündig unterrichtet, die GK teils 2-stündig, teils 3-stündig. Bis auf Russisch, Darstellendes Spiel, Informatik, Religion und Philosophie kommen alle Fächer auch als LK in Frage. Die Bewertung erfolgt nicht mehr nur nach den aus der Mittelstufe bekannten Noten, sondern zusätzlich nach Punkten.
Die Abiturprüfung besteht aus je einer Klausur in den LK (5 Zeitstunden), einer Klausur in einem weiteren GK (4 Zeitstunden) und einer 20 minütigen mündlichen Prüfung in einem weiteren Fach. Die Schülerinnen und Schüler können ihre Prüfungsfächer nach bestimmten Regeln selbst bestimmen.

VERPFLICHTENDER UNTERRICHT
Fach 11.1 11.2 12.1 12.2 13.1 13.2
Sprachl., künstl., musisches Aufgabenfeld
Deutsch x x x x x x
Fremdsprache
(Englisch,Latein,
Französisch,
Griechisch, Russisch)
x
x
x
x
x x x x
Kunst
Musik
Darstellendes Spiel
x x x x
Gesellschaftswissenschaftliches Aufgabenfeld
Geschichte x x x x x x
Erdkunde
Wirtschaft / Politik
x
x
x
x
x
x
x
x
x x
Mathematisch-naturwissenschaftliches Aufgabenfeld
Mathematik x x x x x x
Naturwissenschaften
(Biologie, Chemie,
Physik)
x
x
x
x
x
x
x
x
x x
Informatik (x) (x) Kann die 2. Naturwiss. ersetzen.
Religion
Philosophie
x x x x
Methodik /
Projektkurs
x x x x
Sport x x x x x x
STUNDENMINIMUM 32 32 30 30 26 26


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